AWzweikunstraum: Anna Brune, Willi Schwanke
Werkschau "Symbiose" (symbiosestories)
BlaudruckWorkshop 1: Mo. 13.07.26 + Di. 14.07.26, jeweils 13 -17 Uhr
BlaudruckWorkshop 2: Mi. 15.07.26 + Do. 16.07.26, jeweils 13 -17 Uhr
Für die Vernissage bitte hier anmelden: Symbiose
Die Werkschau „Symbiose – Blaudruck trifft intuitive Malerei“ knüpft an die Ausstellung „scheunentanz – malerei trifft fotografie“ von Anna und Willi an und entwickelt deren künstlerischen Ansatz konsequent weiter.
Ein zentraler Bestandteil des Projekts ist ein vorgeschalteter Workshop, in dem die Teilnehmenden den Blaudruck als historisches und zugleich experimentelles Verfahren kennenlernen. Sie durchlaufen den gesamten Prozess – von der Einführung in die kulturhistorischen Hintergründe über das Ansetzen der lichtempfindlichen Emulsion bis hin zur eigenen Herstellung von Blaudrucken auf Papier.
Im praktischen Arbeiten setzen sich die Teilnehmenden mit grundlegenden künstlerischen Fragestellungen auseinander: mit Materialität, Zeitlichkeit und dem Verhältnis von Kontrolle und Zufall. Durch Belichtung, Überlagerung und das Arbeiten mit Negativformen entstehen individuelle Bildträger, die Spuren eines prozesshaften Arbeitens sichtbar machen.
Der Workshop versteht sich dabei nicht als abgeschlossene Vermittlungstechnik, sondern als offenes Experimentierfeld. Die entstandenen Blaudrucke bilden die Grundlage für weiterführende künstlerische Prozesse und fließen in die Werkschau ein. Sie werden dort in Beziehung zu malerischen und fotografischen Arbeiten gesetzt und als Teil eines übergreifenden künstlerischen Dialogs sichtbar.
AWzweikunstraum ist ein Ort, an dem Malerei und Fotografie nicht nebeneinander existieren, sondern sich gegenseitig herausfordern.
Wir arbeiten bewusst im Dazwischen – in jenem Raum, der entsteht, wenn unterschiedliche künstlerische Prozesse und Wahrnehmungsweisen aufeinandertreffen und sich gegenseitig verändern.
Unsere Zusammenarbeit ist prozesshaft angelegt: Sie entwickelt sich aus kontinuierlichem Austausch, aus Experiment, Reibung und der Bereitschaft, bestehende Grenzen zu überschreiten.
AWzweikunstraum ist ein offener Prozess – ein sich wandelndes Feld, das durch die künstlerische Arbeit selbst immer wieder neu definiert wird.
Wir verstehen unsere Praxis als Bewegung:
als fortlaufende Annäherung,
als gemeinsames Arbeiten an einer Bildsprache, die weder eindeutig der Malerei noch der Fotografie zuzuordnen ist.
AWzweikunstraum ist kein Zusammenschluss zweier Positionen –
es ist eine gemeinsame Sprache.
Eine Sprache, die sich im Prozess bildet und sich aus diesem heraus kontinuierlich weiterentwickelt.

